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Jahresbericht 2019: Gelungener Start in die Verselbständigung

8. Mai 2020

Die Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw) schliesst ihr erstes Geschäftsjahr als selbstständige öffentlich-rechtliche Klinik ab. Nebst der Leistung von 110 000 ambulanten Einzelkonsultationen wurden 2754 Personen stationär und 625 Personen tagesklinisch behandelt.
Der Gewinn 2019 beträgt 7.1 Mio. Franken.

Seit 1. Januar 2019 wird die ipw als selbstständige öffentlich-rechtliche Klinik von einem Spitalrat als strategischem Führungsorgan geführt. Die Zusammenarbeit mit dem Spitalrat hat sich etabliert: "Der Austausch mit der Geschäftsleitung der ipw hat sich sehr gut eingespielt; die ipw verfügt über eine gute Patientenversorgung, motivierende Arbeitsbedingungen und solide Finanzen", freut sich Spitalratspräsidentin Prof. Dr. Susanne Hofer.
Das Interesse der Spitalratsmitglieder, eine moderne, spezialisierte und integrierte psychiatrische Versorgung sicherzustellen, ist gross. Die neue Eigenständigkeit der ipw zeigt sich seit April 2019 durch ein komplett neues Erscheinungsbild.


Kürzere Aufenthaltsdauer
Die 231 Betten der beiden Kliniken in Winterthur und Embrach waren mit insgesamt 3231 Behandlungen von 
2754 Personen gut 100 Prozent ausgelastet (2018: 2991 Behandlungen). Es wurden etwa gleich viele Männer wie Frauen behandelt, das Durchschnittsalter betrug rund 43 Jahre. Die Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten lag mit 26.1 Tagen gut 15% unter dem Durchschnitt der Schweizer Psychiatriekliniken von 31 Tagen. Mit einem sogenannten Day Mix Index (DMI) von 1.064 lag der Schweregrad der stationär behandelten Erkrankungen in der ipw deutlich über dem Schweizerischen Durchschnitt von 1.000.


Mehr ambulante Behandlungen von älteren Personen
Von den total 110 074 ambulanten Einzelkonsultationen entfielen 6535 auf die Beratungsstellen für Jugendliche
(2018: 6133), 33 497 auf die ambulanten Angebote für Erwachsene (2018: 34 257) und 5123 auf die zwei Ambulatorien für ältere Menschen (2018: 4345). Die ambulanten Konsultationen der älteren Menschen stiegen damit um fast
18 Prozent; dies aufgrund der demografischen Entwicklung und eventuell der zunehmend grösseren Akzeptanz der Psychiatrie in dieser Altersgruppe. In den vier Tageskliniken der ipw wurden insgesamt 625 Personen behandelt;
die Auslastung lag bei 96.3 Prozent. Knapp 20 Prozent der Patientinnen und Patienten der ipw liessen sich 2019 in mehreren Behandlungsumfeldern behandeln, also z.B. sowohl stationär als auch ambulant.

Finanzielles
Mit einem Gewinn von 7.1 Mio. Franken und einem Ertrag von 103.8 Mio. Franken ist die ipw im ersten Jahr ihrer Selbständigkeit gut gestartet. Die EBITDA-Marge, der Gewinn inkl. Zinsen und Abschreibungen, beträgt 2019
9.6 Prozent.


Planmässiger Fortschritt beim Ersatz- und Ergänzungsbau
Auch im Berichtsjahr lag der Fokus auf ausgewählten innovativen Zukunftsprojekten. So wurde 2019 die Angehörigenarbeit ausgebaut und verschiedene Massnahmen zur Stärkung der ipw als attraktive Arbeitgeberin ergriffen. Die Vorbereitungsarbeiten für die Realisierung des Ersatz- und Ergänzungsbaus (EEB) auf dem Areal der Klinik Schlosstal kamen planmässig voran. Im April 2020 konnten die zwei Jugendstationen in einen neuen Pavillon umziehen. Auf dem dadurch freigewordenen Gelände beginnt im Juni 2020 der Aushub für den EEB, welche im Frühjahr 2023 bezogen werden soll.

Weitere Informationen
Geschäftsbericht 2019 der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland
Finanzbericht 2019

Kontakt 
Prof. Dr. Susanne Hofer, Spitalratspräsidentin, Tel. 079 274 97 37, Hofer.Susanne@gmx.ch
Dr. Hanspeter Conrad, Spitaldirektor, Tel. 052 264 33 77, hanspeter.conrad@ipw.ch

Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw)

Die ipw sorgt für die psychiatrische Versorgung der Region Winterthur und Zürcher Unterland mit  knapp
470 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. An insgesamt 15 Standorten betreibt sie verschiedene gemeindenahe ambulante, tagesklinische und stationäre Behandlungsangebote und deckt alle psychiatrischen Krankheitsbilder vom Jugendlichen bis ins hohe Alter ab. Mit 910 Mitarbeitenden ist die ipw eine der grössten Arbeitgeberinnen in den Regionen Winterthur und Zürcher Unterland. Sie engagiert sich mit 113 Ausbildungsverhältnissen stark in der Nachwuchsförderung.