Sofort Hilfe

Ausgeglichenes Jahresergebnis trotz Corona

22. April 2021

Die Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw) beendet ihr Geschäftsjahr 2020 trotz der Einflüsse von Corona mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Die Anzahl der stationären Behandlungen ist aufgrund von kürzeren Aufenthaltsdauern gestiegen. Am stärksten litten die Tageskliniken unter den Pandemiemassnahmen.

Die Jahresrechnung der ipw schliesst 2020 trotz Rückgang des betrieblichen Ertrags um rund 6.6 Mio. auf 96.2 Mio. Franken mit einer «schwarzen» Null ab. Die Ertragsminderung ist vor allen auf den reduzierten Betrieb einzelner Behandlungsangebote von März bis April 2020 zurückzuführen. Der Personal- und Sachaufwand reduzierte sich um rund 1 Prozent auf 90.7 Mio. Franken. Die EBITDA-Marge betrug 2020 3.7 Prozent (2019: 9.6 Prozent).

Stationär: Aufenthaltsdauer weiter gesunken

Die mittlere stationäre Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten verkürzte sich gegenüber dem Vorjahr massiv um 3.2 Tage auf 22.9 Tage (minus 12.3 Prozent). Dies ermöglichte es, dass trotz des Rückgangs der verrechenbaren Pflegetage von 84596 auf 78106 mit 3419 Behandlungen fast 200 Behandlungen mehr als im Vorjahr durchgeführt werden konnten. Überdurchschnittlich stieg mit 23 Prozent die Anzahl der stationär behandelten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es wurden etwa gleich viele Männer wie Frauen behandelt; das Durchschnittsalter betrug 42.2 Jahre. Mit einem sogenannten Day Mix Index (DMI) von 1.086 lag der durchschnittliche Schweregrad aller stationär behandelten Erkrankungen über dem Vorjahr (1.064) und über dem Schweizer Durchschnitt von 1.000.

Zunahme der Konsultationstage in den Ambulatorien und Leistungsrückgang in den Tageskliniken

In den Klinikambulatorien lag dank intensiverer Nutzung der Telemedizin das Leistungsvolumen mit 117 024 Konsultationstagen insgesamt um 7000 über dem Vorjahr. Mit einer über 20 Prozent tieferen Auslastung waren dagegen die vier Tageskliniken der ipw, welche Corona-bedingt von März bis April zeitweise geschlossen bleiben mussten, stark von einem Leistungsrückgang betroffen.

Ersatz- und Ergänzungsbau
Einen grossen Effort erforderte 2020 die Begleitung der Arbeiten am Ersatz- und Ergänzungsbau auf dem Areal der Klinik Schlosstal. Im Frühling 2021 wird der Rohbau fertiggestellt sein und der Innenausbau kann beginnen.

20 Jahre Integrierte Psychiatrie

Im Jahr 2021 feiert die ipw das 20-jährige Bestehen der "Integrierten Psychiatrie". Ab 2001 wurde das innovative Versorgungsmodell in Winterthur ins Leben gerufen und seither stetig weiterentwickelt. Bei der Verselbständigung zu einer selbstständigen Anstalt behielt die Klinik entsprechend den im Markt gut eingeführten Namen «Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland».

Weitere Informationen: www.ipw.ch/gb

***

Allgemeine Information: Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw)

Die ipw sorgt für die psychiatrische Versorgung der Region Winterthur und Zürcher Unterland mit knapp 480 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. An insgesamt 14 Standorten betreibt sie verschiedene gemeindenahe ambulante, tagesklinische und stationäre Behandlungsangebote und deckt alle psychiatrischen Krankheitsbilder vom Jugendlichen bis ins hohe Alter ab. Mit rund 900 Mitarbeitenden ist die ipw eine der grössten Arbeitgeberinnen in den Regionen Winterthur und Zürcher Unterland. Sie engagiert sich mit 117 Ausbildungsverhältnissen stark in der Nachwuchsförderung.