SOFORTHILFE

Depression

Die häufigsten Symptome einer Depression sind Niedergeschlagenheit, Bedrücktheit und Gefühle der Freudlosigkeit, rasche Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen sowie Antriebs- und Energielosigkeit, Appetitverlust, Nervosität und Anspannung. Betroffene leiden oft auch unter Schmerzen, Ängsten und verschiedenen körperlichen Beschwerden. Unerkannte oder unbehandelte depressive Störungen können mit erheblichem Verlust der Lebensqualität, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit, starker Belastung von Angehörigen und sozialer Isolierung einhergehen. Unter Umständen besteht eine erhöhte Gefahr, nicht mehr leben zu wollen (Suizid).

Symptome

Wir sprechen von einer depressiven Episode, wenn mehrere der folgenden Merkmale über mehr als zwei Wochen fast ständig vorliegen:

  • Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder Hoffnungslosigkeit (vor allem morgens) , Freudlosigkeit, Interessenverlust, Verlust des sexuellen Verlangens, Gefühl der Wertlosigkeit, unangemessene Schuldgefühle
  • Erschöpftheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Appetit- evtl. mit Gewichtsverlust (selten auch Appetit- und Gewichtszunahme), Verdauungsbeschwerden
  • Konzentrationsstörung, Gedächtnisstörungen, Gedankenkreisen, Suizidgedanken

Ursache

Es sind in der Regel mehrere Faktoren, die zum Ausbruch einer Depression führen, z.B.:

  • Chronische Belastungen wie z.B. chronische Krankheiten mit Schmerzen und Behinderungen, Überforderungen am Arbeitsplatz, andauernde Beziehungskrisen, Armut, Schulden
  • Belastende Lebensereignisse wie Trennungen einer langjährigen Partnerschaft oder Verlust von nahen Angehörigen
  • Körperliche Krankheiten wie Infektionen, Erkrankungen der inneren Organe wie z.B. Krebs, Herzinfarkt oder neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Demenz, Morbus Parkinson und weitere

Bei einem Teil der Betroffenen treten im Verlauf des Lebens wiederholte depressive Phasen auf. In diesen Fällen geht man davon aus, dass es auf Ebene des Gehirns zu Bahnungsprozessen kommt, die im Verlauf des Lebens zu einer erhöhten Bereitschaft für depressive Reaktionen führen.

Behandlung

Der wichtigste Schritt der Behandlung ist, dass der/die Betroffene sich fachliche Hilfe sucht beim Hausarzt, Psychiater oder Psychologen. Nach einer gründlichen Abklärung erfolgt die Behandlung: Je nach Schweregrad, Suizidalität und persönlichem Umfeld ist eine stationäre oder ambulante Behandlung angezeigt. Im Zentrum der Behandlung steht die vertrauensvolle Beziehung zum Behandler. Mittels stützender und klärender Gespräche werden mit dem Patienten neue Perspektiven und Strategien erarbeitet. Bei schwerer ausgeprägten Depressionen werden ergänzend medikamentös mit Antidepressiva eingesetzt. Sport und Bewegung sind antidepressiv wirksam. Bei Behandlung kommen bis 90 Prozent der Patienten in eine Remission, d.h. die Symptome verschwinden. Ohne Therapie ist die Rückfallgefahr im ersten halben Jahr mit über 50 Prozent hoch. Daher empfiehlt sich bei mittelgradigen bis schweren Depressionen, die Antidepressiva mindestens sechs Monate einzunehmen.